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Zirbenlikör – wohltuend für den Körper und lecker im Geschmack

Bild zeigt ZirbenlikörflascheDie Zirbe ist in vielen Teilen Österreichs, wie zum Beispiel in Tirol, ein weit verbreiteter Baum, dessen Holz in hochwertige Produkte, wie zum Beispiel Zirbenbrotdosen verwandelt wird.

Aber auch die Früchte der Zirbe sind gefragt. Kein Wunder, denn mit dieser wird der leckere Zirbenlikör hergestellt, welcher, ebenso wie der Zirbenschnaps, in Österreich als echte Spezialität gilt und nicht nur bei Einheimischen, sondern auch bei den Touristen besonders gut ankommt.

Nicht verwunderlich, denn dieser schmeckt nicht nur lecker, sondern wird auch bei unterschiedlichen körperlichen Beschwerden eingesetzt, um diese zu lindern.

So gelten Zirbenschnaps, Zirbengeist und schlussendlich auch der lecker süße Zirbenlikör schon viele Jahre als echtes Naturheilmittel. Ihnen wird dank der ätherischen Öle bei Erkältungen sowie Gelenkschmerzen und Asthma eine heilende Wirkung nachgesagt, was diese besonderen Liköre der Zirbe noch beliebter macht.




Inhaltsverzeichnis


Der Unterschied zwischen Zirbenlikör und Zirbenschnaps

Viele sind sich gar nicht über die Tatsache bewusst, dass es zwischen Zirbenschnaps und Zirbenlikör einen Unterschied gibt. Das liegt jedoch in der Ernte der Zirbenzapfen. So werden all jene Früchte des Zirbenbaumes, welche für die aromatische Spirituose verwendet werden sollen, dann geerntet, wenn diese im Saft stehen und somit noch nicht verholzt sind. Der Zeitpunkt sollte zwischen Ende Juni und Mitte Juli sein.

»Die Zirbenzapfenernte ist in Österreich gesetzlich geregelt «

Wichtig ist allerdings, dass man sich im Vorfeld darüber informiert, wie die Zirbenzapfenernte in den jeweiligen Bereichen gesetzlich geregelt ist. So gibt es einige Gebiete in Österreich, in denen nur eine bestimmte Anzahl an Zirbenzapfen am Tag pro Person geerntet werden darf, was die Herstellung natürlich deutlich erschwert.

Wie wird Zirbenlikör hergestellt?

Für die Herstellung werden vor allem die Zapfen des Zirbenbaumes benötigt. Diese werden, wie bereits beschrieben, zwischen Ende Juni und Mitte Juli geerntet, da sie jetzt besonders gut im Saft stehen und somit ideal zur Herstellung geeignet sind. Geerntet werden die Zirbenzapfen direkt von der Zirbe selbst, wobei man sich immer bewusst sein sollte, dass sie eher in den oberen Baumbereichen und eher außen an den Ästen wachsen, sodass man hier die Sicherheit beachten sollte, um Gefahren zu vermeiden.

Bild zeigt Zirbenzapfen

Zirbenzapfen wachsen im oberen Bereich der Bäume – © Bild: imago stock&people

Anschließend werden die Zapfen in Scheiben geschnitten, welche ungefähr drei bis fünf Millimeter dick sein sollten. Jetzt wird ein Schnaps benötigt, der am besten möglichst geschmacksneutral sein sollte, um den Zirbengeschmack schlussendlich nicht zu verfälschen.

Viele entscheiden sich daher für einen Kornbrand oder einen Wodka. Der Alkohol selbst wird nun in ein Glasgefäß umgefüllt, wobei es wichtig ist, dass das Gefäß groß genug ist, da hier die Zirbenzapfen noch mit hinzugegeben werden.



Die Zirbenzapfenscheiben werden nun vorsichtig mit in das Gefäß gefüllt. Anschließend muss dieses verschlossen werden. Einige Rezepte beinhalten bereits zu Anfang Zucker – zum Beispiel Kandiszucker, welcher hinzugegeben wird, um die Liköre schön süß zu machen.

Flasche Zirben-Likör

Schmeckt nicht nur gut, hilft auch bei Schmerzen

Am besten ist es nun, wenn das gefüllte Glas an einen sonnigen und warmen Ort gestellt wird, da der gesamte Prozess so verstärkt und beschleunigt wird. Während der sechs bis acht Wochen ist es wichtig, das Glas immer wieder zu schütteln oder regelmäßig umzurühren. Das hat die Funktion, dass sich die so begehrten wirksamen Stoffe aus dem Zapfen lösen und so mit dem Alkohol verbinden.

Nur so ist es möglich, dass diese besondere Spirituose schlussendlich nicht nur schmeckt, sondern auch bei unterschiedlichen Beschwerden eine Linderung verschaffen kann. Diesen Vorgang nennt man auch Mazeration (wikipedia).

Sobald die Zeit vorbei ist, wird die nun braun gewordene Flüssigkeit mit Hilfe eines Filters gereinigt. Bei der Filterung werden die Trubstoffe, welche die Eintrübungen hervorgerufen haben, entfernt. Aktuell schmeckt der Zirben-Likör eher herb und holzig, was allerdings mit etwas Zucker, Kandiszucker oder aber Honig abgemildert werden kann.

Jetzt wird der aromatische Spirituose noch mehrmals umgerührt, um so zu verhindern, dass sich der Zucker nach und nach absetzen würde. Anschließend kann die frisch hergestellte Spirituose in kleine Fläschchen abgefüllt werden und eignet sich hervorragend als Geschenk.

Wie schmeckt Zirbenlikör?

Je nachdem, wie lange dieses edle Getränk ziehen durfte, schmeckt er dementsprechend mehr oder weniger holzig. Wenn man die Augen schließt und sich dem Genuss hingibt, so fühlt man sich an einen Spaziergang durch einen Wald erinnert, an Regen im Frühling und an die pure Natur. Der gleiche Effekt wird auch dem Zirbenkissen nachgesagt, wenn man darauf schläft.

Die meisten Zirbenliköre schmecken schön süß, wobei es hier eine wichtige Rolle spielt, in wieweit gesüßt wurde und welche Art von Süßungsmittel hier genutzt wurde. Während einige Hersteller gar nicht süßen, weil sie den holzigen und herben Geschmack mögen, lieben es wieder andere besonders süß. Der typische Zirben-Likör hat jedoch einen schönen süßen Geschmack und kann daher gut getrunken werden.

Ist Zirbenlikör gesund?

Natürlich sollte man Alkohol nicht in Massen trinken. Trinkt man ihn in diesem Fall aber in Maßen, so hat er auf jeden Fall positive Eigenschaften für den menschlichen Körper. Die enthaltenen ätherischen Öle helfen dabei, Erkältungen zu lindern.

So wird er vor allem in Österreich gerne bei unterschiedlichen Erkältungsbeschwerden genutzt oder vor dem Schlafengehen getrunken, um so den Husten zu stillen. Auch bei Asthma oder weiteren Atemwegsproblemen kann das Edelgetränk zu einer Linderung führen. Weitere Infos auch unter Zirbenbett.



Neben Erkältungen hilft der Zirben-Likör auch bei Gelenkschmerzen, wobei hier vor allem der Zirbenschnaps bzw. der Zirbengeist eingesetzt wird. Die enthaltenen ätherischen Öle wirken sich positiv auf die schmerzende Stelle aus, wobei es zu empfehlen ist, den Zirbenschnaps auf der entsprechend schmerzenden Stelle vorsichtig und gleichmäßig einzumassieren. Wieder andere nutzen den Schnaps, um ihn für die Regeneration der Muskeln einzusetzen.
Die positiven Eigenschaften der Zirbe werden auch bei Zirbenholz Luftbefeuchter genutzt.

Wo kann man Zirbenlikör kaufen?

In Österreich gibt es ihn in vielen unterschiedlichen Getränkegeschäften oder in kleinen Läden zu kaufen, welche die Spirituose oftmals sogar selber herstellen und anschließend verkaufen. Wer nicht in Österreich wohnt, auf das edle Getränk allerdings nicht verzichten möchte, der kann diesen an unterschiedlichen Stellen ganz einfach online bestellen und diesen schon binnen kürzester Zeit zu Hause genießen. Die Versandkosten sind je nach Shop unterschiedlich. Zirbenschnaps gibt es sowohl in österreichischen kleinen Onlineshops als auch auf größeren Portalen.

Kann man Zirbenlikör selber machen?

Ja, mit passenden Zutaten kann dieses Getränk ganz einfach und problemlos selbst hergestellt werden. Die Herstellung ist sehr simpel und dank dem einen oder anderen tollen Rezept für diese Liköre schnell durchgeführt. Einzig und allein die Beschaffung von frischen Zirbenzapfen ist eine Aufgabe, die außerhalb von Österreich bzw. außerhalb von Zirbenregionen, nicht so einfach ist.

Wer Zirbenfrüchte hat, kann den Zirben-Likör also auch ganz einfach selber machen und ihn anschließend so süßen, wie man es selber am liebsten hat.

Zirbenlikör Rezept

Zutaten:

  • Eine Flasche geschmacksneutraler Schnaps wie Korn
  • 3 frische Zirbenzapfen
  • Feinkristallzucker (ca. 200 Gramm)
  • Süßungsmittel
  • Glas mit Deckel oder Klarsichtfolie

Die Zubereitung:

Die Zubereitung ist einfach und schnell durchgeführt. So wird zu aller erst Zucker in das Glas gefüllt, wobei dieser ca. 1-2 cm des Bodens bedecken sollte. Nun kommt der Schnaps hinterher. Hier sollte man sichergehen, dass ausreichend Platz ist, um anschließend die komplette Flüssigkeit problemlos umrühren zu können oder das Glas zu schütteln. Daher empfehlen wir ein Glas mit einem Fassungsvolumen von ca. 2 Litern.

Anschließend werden die noch frischen Zirbenzapfen in 2-5 cm dicke Scheiben geschnitten und sollten direkt in den Alkohol gegeben werden, da diese nicht zu lange an der Luft sein sollten.

Nun wird alles umgerührt und dicht verschlossen. Jetzt hat man selbst die Wahl, ob das Gemisch nun in die Sonne gestellt wird oder lieber im Dunkeln ziehen sollte. Laut einiger Aussagen soll das Harz der Zapfen in der Sonne stark austreten, was den Geschmack natürlich herber machen würde.

Der Ort selbst sollte aber auf jeden Fall schön warm sein. Der ziehende Likör wird nun die nächsten sechs bis acht Wochen immer wieder umgerührt oder geschüttelt.



Nach Ablauf der Zeit kann nun umgefüllt werden, wobei nicht nur die Zapfen entfernt werden sollten. Der komplette Zirbelkieferlikör muss nun gefiltert werden. Anschließend kann man abschmecken, ob er selbst bereits süß genug ist. Da hier der eigene Geschmack eine besonders wichtige Rolle spielt, kann man den Zirbelkieferlikör auch auf Wunsch nachsüßen, wobei neben Zucker auch Honig gut geeignet ist.

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